Besondere Orte

Das Felsendorf Krögelstein

Krögelstein, das Ähnlichkeiten mit dem Felsendorf Tüchersfeld hat, liegt im Kaiserbachtal. Die Häuser sind zum Teil in die Felswände und -türme hinein gebaut. 

Besiedelt war Krögelstein bereits lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung. Dies bezeugen die Hügelgräber im Braunholz aus der Hallstattzeit (ca. 800 vor Christus). Über die Gründung des Dorfes liegt keine historische Quelle vor, aber 1149 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als Crogelstein in einer Urkunde des Bamberger Bischofs Eberhard II. Um 1300 erlischt das Geschlecht der Herren von Crogelstein, so dass 1313 der Bischof Wulfing Kirche und Burg an das Bamberger Domkapitel verkaufte. Dieses verpachtete die Krögelsteiner Besitzungen unter anderem an die Familie von Aufseß. 1500 übergab das Bamberger Domkapitel die Veste Krögelstein samt Gütern dem Fürstbischof Groß zu Trockau, mit der Bestimmung Sie dem Diez von Giech zu Lehen zu geben. Der Enkel Georg Wolf von Giech war mit Ottilie, der Tochter des Conrad von Absberg und somit auch mit der Schwester des berüchtigten Raubritters, Hans Thomas von Absberg verheiratet. So konnte Hans Thomas von Absberg nach seinen Raubzügen auch Unterschlupf in der Burg Krögelstein finden. 1523 wurde die Burg vom Schwäbischen Bund belagert. Er rückte auf Drängen der Reichsstadt Nürnberg aus, um das Raubrittertum zu beenden. So stand das Heer nun vor der verlassenen Burg und sprengte sie mit 4 Tonnen Pulver in die Luft. Trotz der Verfolgung von Hans Thomas von Absberg und Georg Wolf von Giech konnten diese erst 1527 gefangen genommen werden. Heute erinnert nur noch ein Schwibbogen an die Burg, da sie nicht mehr aufgebaut wurde.

Heute sind an der Pfarrkirche verschiedene Wappen der Familie von Giech zu finden, so zum Beispiel am Taufstein von 1560, am Chorgewölbe sowie am Treppenturm. Auch wurden hier zwei Angehörige derer von Giech bestattet. Eventuell ging die Kirche aus einer Burgkapelle hervor.

Weitere Informationen zur Kirche Krögelstein finden Sie hier.

Im Jahr 1978 erfolgte die Eingemeindung zur Stadt Hollfeld.
Einen ausführlichen geschichtlichen Abriss finden Sie hier.

  • Kainachtaler Pfeiler
  • Kainachtaler Riesenüberhang
  • Dohlenstein
  • Krögelsteiner Wand
  • Säukirchner Turm
  • Kuhleutner Wand

Ausführliche Kletterinformationen finden Sie hier.

Wandermöglichkeiten und Führungen:

  • Blauer Punkt – Burgenwanderweg
  • Fränkischer Gebirgsweg durch das Kaiserbachtal
  • Geoparkführungen – Termine und Informationen finden Sie beim Geopark Bayern-Böhmen.

Felsengarten „Sanspareil” – Schönster Garten Deutschlands

Im Sommer 2002 wurde der Felsengarten Sanspareil mit dem „kulturhistorisch einmaligen Ensemble” aus Park, der Schlossanlage „Morgenländischer Bau” und der mittelalterlichen „Burg Zwernitz” von dem Unternehmen „Briggs und Stratton”, nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Gartengeräte, zum schönsten Park in Deutschland gekürt.

Diesem Ausruf der Begeisterung einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen verdankt der Felsengarten und der Ort seinen Namen. In dieser Zeit schwelgte der Adel in ganz Europa gerne im Pomp und Prunk mit glanzvollen Festen, Feuerwerken und Jagden. Auch das in Bayreuth residierende Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine leistete sich aufwändige Vergnügungen und einen umfangreichen Hofstaat.
„Die Natur selbst war die Baumeisterin” charakterisierte Wilhelmine den Felsengarten in einem Brief an ihren Bruder, Friedrich den Großen. In der Tat bestimmten natürliche bizarre Felsformationen im Buchenhain von Sanspareil das Bild des ab 1744 angelegten Gartens.
Inspiriert vom Erziehungsroman des Erzbischof Francois de Salignac de la Motte Fenelon „Les Aventures de Telemanque” errichtete der Architekt Joseph Saint-Pierre und der Bildhauer Giovanni Battista Pedrozzi eine Grottenanlage, Felsengruppen, Gartenarchitekturen und Skulpturen. Ergänzt wurde das Gartenprogramm vom Markgrafen Carl Alexander. Das Felsentheater im Park wurde als römische Ruine gestaltet, in der eine natürliche Felsgrotte als Zuschauerraum dient.
Der großartigen Naturkulisse wurden kleine Gebäude, teilweise nur aus Holz errichtet, hinzugefügt. Viele dieser Bauten verfielen im Laufe der Zeit oder wurden im 19. Jahrhundert "auf Abbruch" verkauft. Das Felsentheater im Hain sowie der Morgenländische Bau und der Küchenbau sind bis heute erhalten. Zwischen dem Morgenländischen Bau und dem Küchenbau wurde 1984 das abgesenkte Parterre nach einer Stichvorlage von 1748 rekonstruiert.
Neben dem Felsengarten Sanspareil thront die mittelalterliche Burg Zwernitz. Sie war einst Stammsitz der oberfränkischen Walpoten und wurde erstmals 1156 urkundlich erwähnt. Von 1338 bis 1810 war sie im Besitz der Hohenzollern, bevor sie an das Königreich Bayern fiel. Bergfried und Archivbau, die die Silhouette der Burg prägen, gehen mit ihrem Buckelquaderwerk noch auf die spätromantische Anlage zurück. In der Burg Zwernitz finden Sie ein interessante Dokumentation zur Geschichte der Burg, der Bewohner und des Ortes. Auch stellt die Dauerausstallung „Markgräfliche Jagd” das höfische Jagdwesen im 18. Jahrhundert vor.

Öffnungszeiten und Führungen

Öffnungszeiten und Führungen

Morgenländischer Bau und Burg Zwernitz:
April-September: 9.00-18.00 Uhr
1.-15. Oktober: 10.00-16.00 Uhr
16. Oktober bis 30. März: geschlossen

montags geschlossen

Im Morgenländischen Bau finden alle 45 Minuten Führungen statt.

Der Felsengarten kann immer besucht werden.

Ausführliche Informationen zum Felsengarten Sanspareil und der Burg Zwernitz erhalten Sie bei der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Einen detaillierten Plan des Naturgartens finden Sie hier.

Wanderungsempfehlung: Strecke Hollfeld – Sanspareil

Osterbrunnen

Ostern ist das bedeutendste Fest im christlichen Kalender. Insbesondere der Ostersonntag soll ein Tag der Freude sein, denn an diesem Tag wird die Auferstehung Christi gefeiert und auch das Ende der Fastenzeit. Früher wurde dem Osterwasser mystische Kraft zugeschrieben und Eier gehörten schon immer zu den Grundnahrungsmitteln.

Der Hauptgrund für das Schmücken von Brunnen und Quellen zur Osterzeit ist vor allem im Glauben und in der Bedeutung des Wassers für die Existenz von Leben zu sehen - vor allem für die wasserarme Hochebene der Fränkischen Schweiz. Dem Osterwasser wurde früher besondere Wirkung zugebilligt. Kinder mit frischem Wasser an Ostern getauft, sollten sehr klug werden. Man glaubte, dass das Trinken von Osterwasser gegen Krankheiten schützt und das Verspritzen des Osterwassers im Haus Ungeziefer fern hält.
Vor der Einrichtung der uns heute so selbst-verständlichen zentralen Wasserversorgung legte die Bevölkerung in den Dörfern der Region Zisternen und "Hüllen" an, um das kostbare Nass aufzufangen. Aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse des Fränkischen Jura mit seinen tiefen Tälern und lang gestreckten Höhen lagen die natürlichen, spärlichen Sammelstellen für das Wasser immer am Grunde des Tales. Hier sprudelten die Quellen, von hier schafften die Leute das Wasser mühsam in die Höhe. Es wurden sogar bis zu hundert Meter tiefe Stollen gegraben, um an das Grundwasser zu gelangen. Solche enorm aufwändig erbauten Brunnen schützten die Bewohner oft mit einem Brunnenhaus.
Eine zeitliche Fixierung des Osterbrunnenschmückens ist nicht genau möglich. Manche datieren den Brauch zurück bis in die germanische Zeit. Eine neue Blüte erreichte er beispielsweise in Aufseß ab 1909. In Engelhardsberg begann dieser Brauch nachweislich 1913. Der Brunnenschmuck ist in seiner ursprünglichen Form bis heute erhalten.

Das Schmücken des Osterbrunnens beginnt zunächst mit dem Säubern der Anlage. Danach wird die Anlage geschmückt, im Volksmund spricht man dabei vom "Brunnenputzen". Als Schmuck dienen ausgeblasene und das Jahr über gesammelte Eierschalen, die einfarbig oder auch künstlerisch bemalt und verziert sind. Weiterhin gehören einzelne oder büschelweise gebundene Papierbänder, die so genannten "Pensala", und Girlanden aus Fichtenzweigen, die um etwaige vorhandene Brunnentröge gewunden oder zu Gerüsten und Kronen geflochten werden, dazu. In vielen Ortsteilen ziert zusätzlicher echter Blumenschmuck die Osterbrunnenanlage. Die Osterbrunnen sind in der Regel von Karfreitag bis zwei Wochen nach Ostern geschmückt. In Hollfeld werden sie schon eine Woche vor Ostern zum Palmmarkt geschmückt.

  • Hollfeld: zwei Brunnen (Marienplatz und an der Pfarrkirche Mariaä Himmelfahrt)
  • Drosendorf
  • Fernreuth
  • Freienfels
  • Kainach
  • Krögelstein
  • Moggendorf
  • Stechendorf
  • Tiefenlesau
  • Treppendorf
  • Aufseß (Traditionsältester Brunnen der Fränkischen Schweiz)
  • Heckenhof
  • Hochstahl
  • Sachsendorf
  • Zochenreuth
  • Plankenfels: gegenüber der Kirche
  • Schressendorf
  • Wadendorf