Die Kirchen in Hollfeld

Die Kirchen in Hollfeld wurden in verschiedenen Epochen gebaut. Jede für sich ist sehr sehenswert. Der berühmte Baumeister Leonhard Dientzenhofer errichtete die Salvatorkirche. Die Stadtpfarrkirche erhielt die sehr qualitätvolle Innenausstattung von der säkularisierten Dominikanerkirche in Bamberg, welche heute als Aula der Universität dient.

Es gibt insgesamt 8 Kirchengebäude: Die Stadtpfarrkirche "Mariä Himmelfahrt", die Wallfahrtskirche "St. Salvator", das Bartholomäusspital, die Friedenskirche, die Pfarrkirche "St. Bartholomäus" im OT Freienfels, die Pfarrkirche "Kreuzauffindung" (Heiliges Kreuz) im OT Schönfeld, die Kirche "St. Laurentius" im OT Drosendorf, die evangelische Kirche im OT Krögelstein sowie zahlreiche Kapellen in und um Hollfeld. 

Eine Liste der Kirchen finden sie hier.

Die Stadtpfarrkirche „Maria Himmelfahrt”

Die Hollfelder Pfarrkirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört und wiederaufgebaut. Nach dem großen Stadtbrand von 1724, der auch die Kirche und den Pfarrhof vernichtet hatte, wurde die Kirche renoviert. Ihr Zustand verschlechterte sich aber immer mehr, so dass im Jahre 1777 ein Neubau beschlossen wurde. Zwischen 1778 und 1781 wurde die Hollfelder Pfarrkirche von Grund auf neu errichtet.Ursprünglich hatte Fritz Ignaz Michael Neumann, der Sohn des berühmten Balthasar Neumann Pläne für einen Zentralbau vorgelegt, die aber nicht die Zustimmung der Hollfelder Gemeinde fanden. Man entschied sich schließlich für einen Entwurf des Bamberger Baumeisters Johann Josef Vogel. Bereits am 16. Juni 1781 konnte die Kirche ihrer Bestimmung übergeben werden, die feierliche Weihe fand erst am 10. September 1826 statt.

Die Wallfahrtskirche „St. Salvator”

Die Ursprünge unserer Salvatorkirche reichen bis in das frühe Mittelalter zurück. Die älteste Kirche von Hollfeld lag früher außerhalb der Stadtmauern. Sie gehörte damals zur Urpfarrei Königsfeld und somit zum Bistum Würzburg. Im Jahr 1017 wurde erstmals eine Pfarrei "Holevelt" genannt.

In der heutige Form wurde sie nach Plänen von Johann Leonhard Dientzenhofer (geb. 1660 in St. Margarethen bei Brannenburg; gest. 1707 in Bamberg) im Jahre 1704 errichtet.

Die Ausstattung der Kirche stammt hauptsächlich aus der Werkstatt der Hollfelder Schreiner- und Bildschnitzerfamilie Lauter. Zwischen 1670 und 1780 arbeiteten drei Generationen am dem qualitativ hochstehenden Werken. Weitere Werke sind in Vierzehnheiligen, Nankendorf und Weismain zu sehen. Der Hochaltar wurde 1705 von Johann Lauter geschaffen. Die Sebastiansstatue wurde um 1520 von einem unbekannten Künstler geschnitzt. Reichhaltige Deckenbemalungen schmücken den Chorraum.

Geöffnet ist die Salvatorkirche von 8.00 bis ca. 19.00 Uhr.
Auch heute werden noch im Mai und Juni Salvator-Wallfahrten, die einzigen im Erzbistum Bamberg, nach Hollfeld in die Salvatorkirche unternommen.

Das Bartholomäusspital in Hollfeld

Das Bartholomäusspital wurde im Jahre 1464 von dem Freiherrn Werner von Aufseß für kranke und arme Leute gestiftet. Früher lag es außerhalb der Stadtmauer und war der Stadtverwaltung von Hollfeld unterstellt. Dem heutigen 1664 errichteten Bau wurde 1709 die Kapelle angefügt. Mit seinem Testament vom 05.09.1837 ernannte der Hollfelder Bürgermeister Lorenz Schmötzer das Spital zu seinem Haupterben (Schmötzer´sche Stiftung). In das Spital wurden daher Personen aufgenommen, die einen guten Leumund hatten, arm, alt und nicht sesshaft waren. Die Anzahl war auf 5 bis 12 Personen begrenzt. Später wurden Pfründner bestimmt, das heißt, dass berechtigte Personen ein Tagegeld erhielten. Außerdem fanden regelmäßig Gottesdienste in der Kapelle statt.
Nach dem ersten Weltkrieg wurden Flüchtlinge in das Bartholomäusspital einquartiert, anschließend wurde es nicht genutzt. Da aber schon lange in Hollfeld eine Kinderbewahranstalt errichtet werden sollte, wählte der Stadtpfarrer Schneider das dann leerstehende Bartholomäusspital dafür aus. Nachdem noch bauliche Mängel beseitigt waren, konnte 1935 der Kindergarten in Betrieb genommen werden. Später reichte der Platz nicht mehr aus. Aus Denkmalschutzgründen war eine Erweiterung nicht möglich. So wurde ein Neubau beschlossen. 1976 zog die Kinderschar dann in die Städtische Kindertagesstätte um. Während der Renovierung des Altenheimes wurden die Bewohner im Spitalgebäude untergebracht. Nach einer Renovierung 1978 nutzte der Stadtrat den größten Raum als Sitzungssaal und auch unser Fremdenverkehrsamt war hier einige Zeit einquartiert.
Im Zuge der derzeit laufenden Stadtsanierung wird das Bartholomäusspital renoviert und einer neuen Nutzung zugeführt.