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Salvatorkirche    Ansicht der Salvatorkirche

 

Die Salvatorkirche heute

Die Zahl der Wallfahrer ist im Laufe der Zeit zurückgegangen. Dazu hat sicher auch das Verbot von Wallfahrten im 19. Jahrhundert beigetragen. Einige Wallfahrten sind im Laufe der Zeit verebbt, einige aber sind der Salvatorkirche treu geblieben. So gibt es neben den sporadischen Buswallfahrten während des Jahres einige Wallfahrten, die regelmäßig und zu einem feststehenden Zeitpunkt kommen. Diese sind:

Kolpingfamilie Bayreuth - letzter Samstag im April
Der Beginn der Wallfahrt von Bayreuther Katholiken zur Salvatorkirche in Hollfeld muss wohl in der Zeit von Pfr. Georg Paul Finck, der im 18. Jahrhundert in Bayreuth gewirkt hat, vermutet werden. Pfarrer Finck war der erst katholische Geistliche, der nach der Einführung der Reformation in Bayreuth eine katholische Gemeinde begründen und führen durfte und der es durch großes diplomatisches Geschick und durch den Gebrauch von Beziehungen verstand, sich die Erlaubnis zur Feier des katholischen Gottesdienstes in den Mauern von Bayreuth vom Markgrafen zu erwirken.
Die Wallfahrt ruht dann aber eine gewisse Zeit, bis sie 1948 durch Philipp Schaduz wieder belebt wird. Man fährt mit dem Zug bis Stechendorf und läuft dann die letzten drei Kilometer zur Salvatorkirche.
In den 60iger Jahren übernimmt die Kolpingfamilie Bayreuth die Ausführung dieser Wallfahrt. Sie erfüllt damit einerseits eine alte Tradition und ehrt aber andererseits so immer wieder das Andenken von Pfr. Georg Paul Finck, der im Boden des Altarraumes der Salvatorkirche seine letzte Ruhestätte gefunden hat.
Zur Zeit sind es 30 Personen, die jedes Jahr am letzten Samstag im April diese Wallfahrt unternehmen.

Pfarrei Litzendorf - Donnerstag vor Pfingsten
Seit nunmehr 256 Jahren kommen die Wallfahrer aus der Pfarrei Litzendorf nachgewiesenermaßen zur Salvatorkirche nach Hollfeld. Immer am Donnerstag vor Pfingsten wird diese Wallfahrt durchgeführt. Sie beginnt um 2.00 Uhr an der Pfarrkirche Litzendorf. Um ca. 7.15 Uhr kommen die Wallfahrer in Hollfeld an und werden vom Ortspfarrer und den Ministranten am Ortseingang empfangen und zur Salvatorkirche geleitet. Es sind in der Regel zwischen 150 und 170 Pilger die jedes Jahr die Mühe dieser Wallfahrt auf sich nehmen und zu Fuß kommen; daneben sind natürlich noch Pfarrangehörige mit dem Auto nach Hollfeld unterwegs. Um 7.30 Uhr wird dann das Wallfahrtsamt gefeiert. Anschließend beginnt für die meisten Wallfahrer eine Phase der Erholung, während die "Autofahrer" um 10.00 Uhr eine Betstunde in der Salvatorkirche halten. Um 12.30 Uhr werden vor der Schlussandacht die "Wallfahrtsjubiliare" geehrt. Dann werden alle Wallfahrer mit dem sakramentalen Segen versehen und vom Ortspfarrer und den Ministranten wieder bis zum Ortsrand geleitet. Am Abend kommen sie dann in Litzendorf an, bereichert mit einer guten, geistlichen Übung und innerlich gestärkt durch die Vergewisserung, dass wir durch Christus, den Salvator, erlöst sind.

Roßdorf am Forst - letzter Samstag/Sonntag im September
Jedes Jahr am letzten Samstag im September kommt die Wallfahrt aus Roßdorf a.F., Pfarrei Amlingstadt, zur Salvatorkirche in Hollfeld, Der vermutete Anfang ist im Jahr 1707, eingemeißelt in die Stirnseite einer kleinen Wegkapelle, an der die Wallfahrt ihren Anfang nimmt; schriftliche Belege sind leider nicht vorhanden. Ursache für die Wallfahrt ist ein Gelübde anlässlich einer Viehpest. 80 Männer und Frauen machen sich am Morgen um 7.30 Uhr auf den Weg, um zur Gnadenstätte des hlgst. Salvator zu pilgern. Um 15.00 Uhr werden sie vom Ortsgeistlichen am Ortsrand empfangen, in die Salvatorkirche geleitet und mit dem sakramentalen Segen begrüßt. In Verbindung mit dieser Wallfahrt feiert die Pfarrei Hollfeld an diesem Sonntag ihr "Salvatorfest". Es beginnt am Samstagabend mit einer Lichterprozession von der Pfarrkirche zur Salvatorkirche. Sam Sonntagmorgen um 7.30 Uhr wird das Roßdorfer Wallfahrtsamt gefeiert. Um 10.00 Uhr nehmen die Roßdorfer Wallfahrer feierlich Abschied und werden vom Hollfelder Pfarrer zum Ortsausgang geleitet. Um 17.30 Uhr ziehen sie wieder in ihren Heimatort ein und haben dann eine Wegzeit von 6 1/2 Stunden hinter sich, die Pausen nicht mitgerechnet.

 

 


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