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Salvatorkirche    Ansicht der Salvatorkirche

 

Die Geschichte der Salvatorkirche

Die Salvatorkirche in Hollfeld, die im Jahr 2004 das 300-jährige Fest der Grundsteinlegung feiern kann, ist die einzige Kirche im Erzbistum Bamberg mit dem Salvatorpatrozinium. Sie trägt somit eines der ältesten Patrozinien des christlichen Abendlandes überhaupt. Kaiser Konstantin der Große hatte in Rom im 4. Jahrhundert, neben dem Lateranpalast, die große Basilika als Mutter- und Hauptkirche der Stadt und des Erdkreises errichten lassen, die Christus, dem Salvator, geweiht war. Sie ist im Jahr 324 konsekriert worden.
Dieses Patrozinium Christi des Salvators ist vermutlich über den ersten Würzburger Dom, den der hl. Burkard errichtet hatte, auf die damalige Feldpfarrkirche vor den Toren der Stadt gekommen, da Hollfeld damals zur Diözese Würzburg gehört hat.
Mit der Gründung des Bistums Bamberg im Jahr 1007 erfolgte allmählich auch ein Kirchenbau innerhalb der Mauern Hollfeld, an den dann die Feldpfarrkirche wohl ihre pfarrlichen Rechte abtreten musste. Dadurch verlor sie aber nichts von ihrer seelsorglichen Bedeutung, sondern blieb Zufluchtstätte des Volkes und entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort.
Die Legende verlegt den Beginn der Wallfahrt in das Jahr 1300, also unmittelbar nach der wunderbaren Erscheinung des kreuztragenden Heilands. 1430 gibt es jedenfalls bereits ein Salvator-Benefizium. Danach lassen sich Stiftungen urkundlich belegen. Sicher gingen damit auch die Vergrößerung der bisherigen Kapelle und ein Anwachsen der Wallfahrt einher.
In der Zeit der Reformation kam die Wallfahrt zum Erliegen. Danach hatte das fürstbischöfliche Vikariat in Bamberg ein lebhaftes Interesse am Wiedererstarken der Wallfahrt und griff deswegen zu geeigneten Maßnahmen.
Selbst der Schwedenkrieg mit seinen auch für Hollfeld und seine Umgebung verheerenden Folgen, verhalf der Wallfahrt zu neuem Ruhm, gab es doch seit dieser Zeit zwei Gnadenbilder, das eine, das bereits vorhanden war und ein angeblich von den Schweden mitgebrachtes Bild des kreuztragenden Herrn.
Der Bau der heutigen Wallfahrtskirche erfolgte 1704 durch Johann Leonhard Dientzenhofer. Es ist ein schlichter Bau mit eingezogenem dreiseitigem, geschlossenem Chor und einem kleinen Dachreiter.
Die Innenausstattung stammt von der Hollfelder Schreinerfamilie Lauter. Johann Lauter, der Begründer der Werkstatt, hat 1705 den Hochaltar geschaffen, Johann Nikolaus Lauter, sein Sohn, 1720 die Seitenaltäre. Diese werden von Fachleuten als gelungen und kostbar bewertet. Der Hochaltar zeigt die 5. Station des Kreuzweges "Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen". Der linke Seitenaltar ist der Gottesmutter gewidmet, der rechte dem Hl. Sebastian.
Das Gnadenbild, Ziel der Wallfahrer, zeigt Christus, den Salvator, mit dem gestutzten Kreuz. Es stammt such der zeit um 1480. Der Künstler ist unbekannt. Brandspuren an seiner rechten Seite weisen auf den möglichen Versuch der Schweden hin, diese Figur 1632 zu verbrennen.
Bis heute kommen Wallfahrten und Einzelpilger, um vor dem Bild der kreuztragenden Herrn Zuflucht zu suchen in der Not des Lebens und um Christus, dem Salvator, dem Heiland, Retter und Erlöser ihre gläubige Zuneigung zu zeigen.


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