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Osterbrunnen

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Osterbrunnen

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Neu aufgelebt ist in unseren Orten der für die Fränkische Schweiz typische Brauch des Osterbrunnen-Schmückens. Hauptgrund des Brunnenschmückens ist die große Wertschätzung des Wassers als Lebensspender. Geschmückt wird in unseren Orten am Gründonnerstag bzw. am Karfreitag. Die Osterbrunnen bleiben für 2 Wochen geschmückt und können bestaunt werden.

Osterbrunnenschmuck (12139 Byte)

 

Geschichte:

Ostern ist das bedeutendste Fest im christlichen Kalender. Insbesondere der Ostersonntag soll ein Tag der Freude sein, denn an diesem Tag wird die Auferstehung Christi gefeiert und auch das Ende der Fastenzeit. Früher wurde dem Osterwasser mystische Kraft zugeschrieben und Eier gehörten schon immer zu den Grundnahrungsmitteln.
Der Hauptgrund für das Schmücken von Brunnen und Quellen zur Osterzeit ist vor allem im Glauben und in der Bedeutung des Wassers für die Existenz von Leben zu sehen .- vor allem für die wasserarme Hochebene der Fränkischen Schweiz. Dem Osterwasser wurde früher besondere Wirkung zugebilligt. Kinder mit frischem Wasser an Ostern getauft, sollten sehr klug werden. Das glaubte man, und das Verspritzen des Osterwassers im Haus hält Ungeziefer fern.
Vor der Einrichtung der uns heute so selbstverständlichen zentralen Wasserversorgung legte die Bevölkerung in den Dörfern der Region Zisternen und "Hüllen" an, um das kostbare Nass aufzufangen. Aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse des Fränkischen Jura mit seinen tiefen, mäandernden Tälern und lang gestreckten Höhen lagen die natürlichen, spärlichen Sammelstellen für das Wasser immer am Grunde des Tales. Hier sprudelten die Quellen, von hier schafften die Leute das Wasser mühsam in die Höhe. Mancherorts wurden sogar bis zu hundert Meter tiefe Stollen gegraben, um an das Grundwasser zu gelangen. Solche enorm aufwändig erbauten Brunnen schützten die Bewohner (z.B. in Betzenstein und Birkenreuth) mit einem Brunnenhaus.
Die zeitliche Fixierung des Osterbrunnenschmückens ist nicht genau möglich. Manche Heimatkundler datieren den Brauch zurück bis in die germanische Zeit. Eine neue Blüte erreichte er beispielsweise in Aufseß ab 1909. In Engelhardsberg begann dieser Brauch nachweislich 1913. Der Brunnenschmuck ist in seiner ursprünglichen Form bis heute erhalten. Infolge der in den 80er Jahren neu erwachten Heimalt- und Brauchtumspflege erfuhr das Osterbrunnenschmücken eine intensive Neubelebung. Derzeit werden über 200 Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz gezählt.

13.04. 2004
Osterbrunnen-Fahrt durch die Fränkische Schweiz von der Touristinformation Hollfeld
Abfahrtsstellen: Plankenfels, Aufseß. Hollfeld, Dauer: ca. 11.30 Uhr bis 18.00 Uhr, Kosten: 15,00 Euro, alles inklusive
Die genauen Abfahrtsstellen, sowie weitere Infos erhalten Sie in der Tourist-Info Hollfeld, Tel. 0 92 74 / 98 0-15
Sehen Sie sich unsere Osterbrunnen an, die mit Tausenden von Eiern farbenprächtig gestaltet werden. Bei vielen Brunnen wird kurz Halt gemacht um zu staunen. Am Schloß Seehof im Memmelsdorf werden wir eine kurze Pause machen bei der Sie Kaffee und Kuchen genießen können. Zu jeder vollen Stunde finden hier im Park Wasserspiele statt.

 


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