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Impressionen der Rosen-, Kunst- und Gartentage Hollfeld

Nordbayerischer Kurier vom 17.06.2013

Egal ob Erdbeerspinat oder Riesenlauch, ob Hexenkraut oder Beifuß, in Hollfeld ist für und gegen alles ein Kraut gewachsen. Vom Oberen Tor bis über den weitläufigen Marienplatz und St. Gangolf breiten ein Wochenende lang Gärtner, Töpfer, Schmiedemeister und mehr ihre Handwerkskunst und ein Blumenmeer aus, ergänzt von einem üppigen kulturellen Angebot. Etwa 4000 Besucher, so viele wie auch im letzten Jahr, machen davon vor allem am Sonntag Gebrauch. Am Brunnen sitzen Froschkönige, auf Spiegelscherben steht: Es war einmal... Karin Greiner, Pflanzenexpertin beim Bayerischen Rundfunk und bereits zum zweiten Mal als Referentin in Hollfeld bei den Rosen-, Kunst- und Gartentagen, kommt aus dem Schwärmen nicht heraus. Hier spüre man, dass ein ganzer Ort an und für diesen Markt arbeite. Da sei nichts aufgesetzt. Mit ihren Geschichten von zauberhaften Pflanzen lockt sie viele Zuhörer zu Vorträgen und Kochvorführungen. Sie erzählt vom Johanniskraut, das auch Jageteufel genannt werde, weil es unverwundbar mache. Vor lauter Wut darüber habe der Teufel die Pranken in die Blätter des Krautes geschlagen, und das sehe man heute noch. Daher auch der lateinische Name Hypericum perforatum. Eine wahrhaft märchenhafte Erklärung für die kleinen Öldrüsen dieser Heilpflanze Oder die Geschichte vom Holunder, der gerade zu blühen beginnt. Basis für eine wunderbare Kräuterlimonade. Und dann die Engelwurz, deren Stängel sich zum Kandieren eignen und dann fast wie Lakritze schmecken. Greiner schöpft aus einem üppigen Fundus und ihre Zuhörer staunen. Zwei Nachbarinnen aus Oberpreuschwitz und die neunjährige Annemarie bummeln am Samstag über den Markt, der heuer besonders vielseitig sei, loben sie. Annemarie erfreuen die jungen Gänse in dem kleinen Gehege, die sie so nah zum ersten Mal sieht. Von recht verhaltener Nachfrage spricht ein Aussteller aus Nürnberg. Den Grund dafür weiß er auch: „Das ist jetzt das erste schöne Wochenende. Die Leute haben richtig viel nachzuholen in ihren eigenen Gärten“; Ideen für Dekorationen im eigenen Garten, das versprechen sich zwei Waischenfelderinnen, die heuer erstmals nach Hollfeld gekommen sind. Gerne genutzt werden auch die Angebote der Floristinnen, die Blumensträuße binden, und der Blick in offene Ateliers. Musiker und Theatermacher runden ein üppiges Programm ab. Was sie alle gemeinsam haben: Die Freude an Blumen und Pflanzen in einer idyllischen Umgebung. Oder, mit den Worten von Karin Greiner: Jeder Pflanze wohnt dich ein Zauber inne.